Wissenswertes
Das Barockschloss und die Universität
Eine der größten Barockanlagen Europas steht in Mannheim - und beherbergt heute eine Universität. Wie aus der kurfürstlichen Residenz ein Campus wurde.
Das Barockschloss Mannheim zählt zu den größten Barockschlossanlagen Europas. Der Bau begann 1720 unter Kurfürst Carl Philipp, der seine Residenz von Heidelberg nach Mannheim verlegte. Die weitläufige Anlage mit ihrer langgestreckten Fassade sollte den Machtanspruch der Kurpfalz sichtbar machen.
Über Generationen war das Schloss Zentrum des höfischen Lebens. Von hier aus wurde regiert, hier residierte der Hof, der Mannheim im 18. Jahrhundert zu einem kulturellen Zentrum machte - inklusive des berühmten Hoforchesters. Mit dem Ende der kurfürstlichen Zeit verlor das Schloss seine ursprüngliche Funktion.
Der Zweite Weltkrieg beschädigte die Anlage schwer. Der Wiederaufbau bewahrte die äußere Gestalt und öffnete das Innere für eine neue Nutzung: Seit den 1960er-Jahren ist das Schloss Sitz der Universität Mannheim. Wo einst der Hofstaat lebte, sitzen heute Studierende in Hörsälen und Bibliotheken.
Ein Teil der historischen Räume ist als Museum zugänglich und zeigt, wie die kurfürstliche Residenz einmal ausgesehen hat. Die Mischung aus akademischem Alltag und barocker Kulisse ist bis heute ungewöhnlich.